2 Monate Nepal sind vorbei – ein Rückblick

So, nun sind wir bereits zwei Wochen wieder in Deutschland aklimatisiert und kommen nun dazu einen Rückblick auf die 56 Tage in Nepal zu formulieren.

Losgeflogen sind wir am 09.05.2019 vom Stuttgarter Flughafen, völlig aufgeregt, ein neues Land kennenzulernen, gespannt auf die Erfahrungen, noch etwas fremd in der Gruppe und mit dem Ziel nach Deutschland zurück zu kehren und eine Perspektive für A. erarbeitet zu haben.

Wir machten viele Ausflüge tagsüber aber auch über Nacht, Wanderungen, „Chillertage“, haben unzählige Tempel, Stupas und andere religiöse Stätten gesehen, mit Nepalesen geredet, die Natur bestaunt, die Aussichten genossen und das Land erkundet.

Wir waren in Dhulikel, Budhanilkantha, Pokhara, Lurpung, Chitwan, Bandipur, Panchase, im Australian Camp und natürlich in vielen Teilen von Kathmandu.

Natürlich gab es konstant Tagesreflexionen, Perspektivengespräche, Anamnesegespräche und und und… Bis zur 4.Woche haben wir schon einen groben Plan erarbeitet, wie es mit A. in Deutschland weitergehen kann, dann kam Eva Herter, die Projektleiterin des Diasporahaus Bietenhausen e.V. nach Nepal und hat den Plan gefestigt, um dann in Deutschland dafür zu sorgen, dass der Plan auch umgesetzt werden kann.

Nun ist es rum, am 03.07.2019 sind wir wieder in Stuttgart gelandet. A. trifft sich wöchentlich mit J. und J. und wir reden über die Zeit in Nepal, die Perspektiven, wir setzen die Pläne um und hoffen nun alle, dass die Perspektiven erreicht werden.

Wir alle haben abgenommen, sind gereift, erfahrener, fitter und bräuner 🙂

Und jetzt heißt es: Ziele im Auge behalten, verfolgen und uns gegenseitig unterstützen die Motivation und Energie aufrecht zu erhalten.

„Ich habe die Zeit in Nepal wirklich genossen, auch wenn wir anstrengende Tage hatten und wir nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen erlebten. Die Menschen, die Natur und die Umwelt werden mir immer in Erinnerung bleiben – das war ein wirklich außergewöhnliches Projekt und ich dankbar, dass ich die Chance bekam und dankbar, dass wir so erfolgreich und zielführend zusammen arbeiten konnten.“ (Jo)

„Es war mein erstes Auslandsprojekt und ich wusste, wie die beiden anderen im Vorfeld nicht, was uns tatsächlich erwarten würde. Um so schöner war es, wie gut die Zusammenarbeit mit Jo möglich war und wie sich A. auf die Arbeit mit uns einlassen konnte. Die unterschiedlichen Eindrücke die ich während der 2 Monate sammeln durfte, würde ich nicht missen wollen und bin ebenfalls sehr dankbar, diese Möglichkeit bekommen zu haben. Es war die bisher schönste berufliche Erfahrung meines Lebens.“ (Ja)

„Die Zeit in Nepal war für mich eine sehr positive Erfahrung. Ich bin sehr froh, dass man mich für dieses Projekt ausgewählt hat, da ich noch nie zuvor geflogen bin und ebenfalls noch nie länger als zwei Wochen von Zuhause weg war. Ich bin sehr froh, dass Ja und Jo sehr nett sind und wir uns weiterhin einmal pro Woche sehen können.“ (Al)

Dies wird vermutlich der letzte Blogeintrag gewesen sein. Vielen Dank, dass ihr unseren Blog verfolgt und uns mit euren Worten unterstützt habt.

Ein besonderes Dankeschön geht an: Eva Herter (unsere Projektleitung), Herrn Guzzardo (unseren Einrichtungsleiter), Frau C. M. vom ASD, Herr P. und Herr H. vom Jugendamt, an alle Kolleginnen und Kollegen von J. und J. (die uns in unserer Abwesenheit vertreten haben) und alle Menschen, die unser Vorhaben unterstützt haben.

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9 weitere Tage Pokhara inklusive Trekkingtour Teil 2

Da es uns vor kurzem so sehr in Pokhara gefallen hatte und wirklich alle drei total begeistert waren, entschlossen wir uns dafür, vom 14.-22.06.19 erneut hinzugehen um die besondere Bergaussicht genießen zu können. Da wir außerhalb der Wintersaison bzw. kurz vor der Monsumzeit sind, machten wir uns keine großen Hoffnungen auf eine freie Aussicht auf das Annapurnagebirge.

Die ersten Tage, waren auch wie bei unserer ersten Reise, sehr verregnet, vor allem ab der Nachmittagszeit. Trotzdem entschlossen wir uns dazu, eine 3-tägige Trekkingtour zum Australien-Camp inklusive Guide zu unternehmen. Und wie ihr auf den Bildern sehen werdet, hatten wir das Glück einen freien Blick auf die Berge haben zu können.

Trotz guter Aussicht, war es natürlich wieder sehr anstrengend. Wie genau berichtet nun A.:

Ja es stimmt, wir waren noch einmal Trekken. Dieses Mal in der Nähe des berühmten Annapurnagebiets. Wir hatten einen Guide für die drei Tage Trekking.

– Der erste Tag, war anstrengender als Tag zwei und drei. Wir mussten 800 Meter nach oben wandern, was jedoch war, wie eine Mischung aus Auf und Ab. An dem Abend sind wir noch zu einem anderen bekannten „Australian Camp“ um dann im Anschluss in unserem Guesthouse zu Abend zu essen.

– Am zweiten Tag, gab es eigentlich nur hin und wieder kurze Steigungen, ansonsten war die Wanderung sehr entspannt. Das tolle war hierbei, dass unser Guide immer wieder mit uns an die anliegenden Häuser lief, um uns dort die Einheimischen vorzustellen und einen Eindruck von ihrem Leben zu bekommen.

Wir kamen an diesem Abend erneut an einem schönen Guesthouse unter und konnten die Natur genießen.

Abends sind wir noch ca. 5 Minuten zu einem kleinen Aussichtspunkt gelaufen. Dort wir derzeit noch ein kleiner Tempel gebaut, der gleichzeitig auch als Aussichtspunkt dienen soll.

– Der dritte Tag, war am Einfachsten weil es nur bergab zum Bus zurück nach Pokhara ging. Obwohl der Guide meinte es würde 1,5 bis 2 Stunden dauern, haben wir den Weg in knapp einer Stunde geschafft.

Alles in allem war die Trekking Tour selbst für mich (A.) eigentlich ganz gut J. Für Jonas und Jan war die Tour mindestens genauso toll wie für mich, wenn nicht sogar besser, da ich weniger Punkte als die Beiden bei der Tagesauswertung gegeben habe.

Ausflug nach Lurpung

Hey!!

Von Montag, den 10.06. waren wir gemeinsam mit Frau Herter für 3 Tage in Lurpung, einem Dorf ca. 50 km von Kathmandu entfernt, in dem auch bereits die beiden DH-Studentinnen Charly und Elena einige ihrer Projekte an der dortigen Schule durchführten (https://dhnepalchangeit.wordpress.com/blog/ ). Da der Weg dorthin für ein Taxi zu steil und steinig war, war es uns nur möglich mit einem Jeep ins abgelegene Dorf zu fahren. Andernfalls wäre nur eine weitere Trekkingtour als Alternative möglich gewesen. Wir kamen in einem traditionellen, kleinen Haus unter, wo zumindest Fr. H. und A. ihr eigenes Zimmer und Bett hatten. Für Jonas und Jan war es dann doch etwas kuscheliger. Frau Herter konnte leider nur für eine Nacht in Lurpung bleiben, hatte allerdings noch gemeinsam mit uns die Möglichkeit, die Schule zu besuchen und sogar an einer Englischstunde teilzunehmen. Kurze Zeit später, musste sie aufgrund ihres Rückflugs am nächsten Tag, mit dem Jeep zurück in ihr Hotel nach Kathmandu fahren.

Die anderen beiden Tage waren für uns dann doch etwas zäh, da wir außer einer kleineren Wanderung in das nächste Dorf, guten Mahlzeiten und Unterhaltungen mit den Dorfbewohnern (mit Händen und Füßen), nichts unternehmen konnten. A. wurde jedoch gezeigt, wie man das nepalische Gericht Dal Baht zubereitet und will es auch in Deutschland ausprobieren. Nach den 3 Tagen, war es wirklich schön, einen Einblick auf das ländliche Leben bekommen zu haben. Die Dusche im Anschluss im Appartement in Kathmandu, war aber mindestens genauso toll, da wir die 3 Tage nicht duschen konnten.

Da ist Lurpung, Kathmandu, Pokhara zu sehen

Chillige Tage in KTM

(02.06. – 04.06.2019) Heyy! Von mir auch mal wieder was Neues! Bevor Eva Herter nach Nepal kam hatten wir recht gechillte Tage. Wir waren häufig in Thamel, haben auch neue Ecken dort entdeckt. Neben Bummeln, kleineren Einkäufen und dem Abendessen haben wir uns nichts vorgenommen!

Perspektivenarbeit – die Köpfe qualmen

Nun ist es so weit! Halbzeit!

Wir sind nun vier Wochen durch Nepal gereist und haben viel erlebt! Wandern, Trekking, Chitwan-Nationalpark, Kulturstätten besucht und und und.

Seit Mittwoch ist auch Eva Herter, unsere Projektleitung, für eine Woche in Nepal zu Besuch um den Zwischenstand abzufragen. Natürlich sind wir auch durch Kathmandu gezogen, haben die Stupas in Boudhanath und Swayambhunath besucht, haben das Waisenhaus in Budhanilkantha besucht (siehe Blogeintrag) waren bei unserem Kooperationspartner NirDhoj Lama zum Essen eingeladen und sind durch Thamel gebummelt.

Das hört sich alles nach sehr viel Urlaub und Freizeit an – doch täglich haben wir gemeinsam mit A. Tagesreflexionen durchgeführt, regelmäßig Anamnesegespräche, in denen wir mit A. gemeinsam seine Geschichte und Erlebnisse erarbeitet haben und dann natürlich Perspektivengespräche, in denen wir uns überlegt haben, wie es in Deutschland weitergehen kann.

Gemeinsam mit Eva sind wir momentan mitten in den Gesprächen zwischen allen Beteiligten, wie es mit A. nach dem Projekt weitergehen kann.

Da bleibt nur zu hoffen, dass wir einen guten Konsens finden.

Besuch im Waisenhaus des SHE Nepal

(08.06.2019) –

In Boudhanilkantha gibt es einen wunderschönen Nationalpark, in welchem die Quelle für 2/3 des Trinkwassers von ganz Kathmandu entspringt. Es gibt viele Tempel, eine Vishnustatue, welche berühmt dafür ist, dass sie im Wasser liegend in den Himmel blickt und endlos viele kleine Lädchen und Shops.

Ein bisschen auf einer Anhöhe in einem Wohngebiet steht ein kleines Häuschen mit Garten und einer kleinen Einfahrt.

Dort sind 22 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit zwei Frauen zuhause. Die Kinder sind Waisen, sie haben ihre Eltern größtenteils bei dem Erdbeben 2015 verloren oder wurden von ihren Familien verstoßen und sich selbst überlassen. Smita Lama, die Leiterin der SHE-Nepal Organisation (Society for Her Education Nepal) wohnt eine Straße weiter mit ihren zwei Kindern doch verbringt den ganzen Tag im Waisenhaus.

Auf drei Stockwerken verteilt leben die 22 Kinder, im Erdgeschoss die kleine Küche, ein Esszimmer und darin mit Stellwänden abgetrennt das kleine Büro. Im zweiten Stock steht im weiten Flur ein Fernseher und der karge Boden bietet Platz für die Kinder, außerdem gibt es ein Mädchenschlafzimmer mit einem Bad, in welchem 9 Mädchen auf 4 Betten Schlafen und ein Zimmer für die zwei Mitarbeiterinnen, die auf Matratzen auf dem Boden schlafen. Ganz oben sind das Jungenzimmer mit Bad und ein Balkon, auf welchem die Wäsche von Hand gewaschen und aufgehängt wird.

An den Wänden hängen Bilder, die die Kinder ge- und ausgemalt haben.

„LIFE doesn’t get easier you just get stronger“

Die SHE Nepal Organisation gründete sich 2014 mit dem Ziel Kindern und Frauen auf dem Weg zu einem Leben in Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Bildung zu begleiten und gegen Diskriminierung und Gewalt zu wirken. Nach dem Erdbeben standen viele Kinder alleine da und kurzerhand wurde das Waisenhaus angemietet.

Anfangs unterstützte noch eine finnische Organisation (Maya Nepal, was so viel bedeutet wie Liebe für Nepal) das Waisenhaus finanziell, doch letztes Jahr wurden die Mittel von 2.000,-€ auf 1.000,-€ gekürzt. Nun häufen sich die Schulden an, die Schulgebühren werden nur sporadisch in kleinen Raten gezahlt, die Miete konnte seit 7 Monaten nicht an den Vermieter überwiesen werden und die Mitarbeiterinnen leben mit den Kindern von der Hand in den Mund.

Jeden Monat entstehen im Waisenhaus etwa 2.500,-€ Kosten, das beinhaltet Schulgebühren und – materialien, Essen und Trinken, Miete, Strom und Nebenkosten sowie die Gehälter für die drei Frauen, sowie die medizinische Versorgung. Weniger als die Hälfte der entstehenden Kosten werden regelmäßig gespendet, der Rest sammelt sich auf einem Schuldenberg an.

Wir waren froh, dass wir Kleiderspenden, die Cornelia Brenner in Deutschland sammelte und Geldspenden, die Jonas Kampfhenkel von privaten Spendern bekam, dort in gute Hände übergeben konnten.

Uns hat der Besuch wirklich sehr berührt. Die Unterschiede zu Deutschland sind gigantisch, die Standards ganz andere, doch die Kinder sind ausreichend versorgt.

In Deutschland werden wir auf jeden Fall versuchen Spenden für das Waisenhaus zu sammeln. Wer uns unterstützen möchte, darf sich gerne bei mir melden.

Natürlich geht auch eine direkte Spende über die Homepage der SHE-Nepal Organisation (www.shenepal.org.np).

Junglesafari im Chitwan-Nationalpark

(31.05. – 02-06.2019) Oh, was für eine schöne Erfahrung! Nach einer langen Busfahrt von Pokhara nach Chitwan haben wir in einer richtig noblen Unterkunft ein all-inclusive-Programm gebucht: Kanufahrt, Birdwatching, Junglewalk, Jeepsafari, Besuch der Elefantenstation und der Krokodilaufzuchtstelle und eine „kulturelle Tanzveranstaltung :)“!

Wir haben Nashörner, Krokodile, enorm viele Vögel, Affen, Wildschweine, unterschiedliche Rehe und noch viele Insekten gesehen. Leider hat kein Tiger unseren Weg gekreuzt, doch alles in allem waren es wirklich sehr schöne und heiße Tage in Chitwan.