Chillige Tage in KTM

(02.06. – 04.06.2019) Heyy! Von mir auch mal wieder was Neues! Bevor Eva Herter nach Nepal kam hatten wir recht gechillte Tage. Wir waren häufig in Thamel, haben auch neue Ecken dort entdeckt. Neben Bummeln, kleineren Einkäufen und dem Abendessen haben wir uns nichts vorgenommen!

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Perspektivenarbeit – die Köpfe qualmen

Nun ist es so weit! Halbzeit!

Wir sind nun vier Wochen durch Nepal gereist und haben viel erlebt! Wandern, Trekking, Chitwan-Nationalpark, Kulturstätten besucht und und und.

Seit Mittwoch ist auch Eva Herter, unsere Projektleitung, für eine Woche in Nepal zu Besuch um den Zwischenstand abzufragen. Natürlich sind wir auch durch Kathmandu gezogen, haben die Stupas in Boudhanath und Swayambhunath besucht, haben das Waisenhaus in Budhanilkantha besucht (siehe Blogeintrag) waren bei unserem Kooperationspartner NirDhoj Lama zum Essen eingeladen und sind durch Thamel gebummelt.

Das hört sich alles nach sehr viel Urlaub und Freizeit an – doch täglich haben wir gemeinsam mit A. Tagesreflexionen durchgeführt, regelmäßig Anamnesegespräche, in denen wir mit A. gemeinsam seine Geschichte und Erlebnisse erarbeitet haben und dann natürlich Perspektivengespräche, in denen wir uns überlegt haben, wie es in Deutschland weitergehen kann.

Gemeinsam mit Eva sind wir momentan mitten in den Gesprächen zwischen allen Beteiligten, wie es mit A. nach dem Projekt weitergehen kann.

Da bleibt nur zu hoffen, dass wir einen guten Konsens finden.

Besuch im Waisenhaus des SHE Nepal

(08.06.2019) –

In Boudhanilkantha gibt es einen wunderschönen Nationalpark, in welchem die Quelle für 2/3 des Trinkwassers von ganz Kathmandu entspringt. Es gibt viele Tempel, eine Vishnustatue, welche berühmt dafür ist, dass sie im Wasser liegend in den Himmel blickt und endlos viele kleine Lädchen und Shops.

Ein bisschen auf einer Anhöhe in einem Wohngebiet steht ein kleines Häuschen mit Garten und einer kleinen Einfahrt.

Dort sind 22 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit zwei Frauen zuhause. Die Kinder sind Waisen, sie haben ihre Eltern größtenteils bei dem Erdbeben 2015 verloren oder wurden von ihren Familien verstoßen und sich selbst überlassen. Smita Lama, die Leiterin der SHE-Nepal Organisation (Society for Her Education Nepal) wohnt eine Straße weiter mit ihren zwei Kindern doch verbringt den ganzen Tag im Waisenhaus.

Auf drei Stockwerken verteilt leben die 22 Kinder, im Erdgeschoss die kleine Küche, ein Esszimmer und darin mit Stellwänden abgetrennt das kleine Büro. Im zweiten Stock steht im weiten Flur ein Fernseher und der karge Boden bietet Platz für die Kinder, außerdem gibt es ein Mädchenschlafzimmer mit einem Bad, in welchem 9 Mädchen auf 4 Betten Schlafen und ein Zimmer für die zwei Mitarbeiterinnen, die auf Matratzen auf dem Boden schlafen. Ganz oben sind das Jungenzimmer mit Bad und ein Balkon, auf welchem die Wäsche von Hand gewaschen und aufgehängt wird.

An den Wänden hängen Bilder, die die Kinder ge- und ausgemalt haben.

„LIFE doesn’t get easier you just get stronger“

Die SHE Nepal Organisation gründete sich 2014 mit dem Ziel Kindern und Frauen auf dem Weg zu einem Leben in Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Bildung zu begleiten und gegen Diskriminierung und Gewalt zu wirken. Nach dem Erdbeben standen viele Kinder alleine da und kurzerhand wurde das Waisenhaus angemietet.

Anfangs unterstützte noch eine finnische Organisation (Maya Nepal, was so viel bedeutet wie Liebe für Nepal) das Waisenhaus finanziell, doch letztes Jahr wurden die Mittel von 2.000,-€ auf 1.000,-€ gekürzt. Nun häufen sich die Schulden an, die Schulgebühren werden nur sporadisch in kleinen Raten gezahlt, die Miete konnte seit 7 Monaten nicht an den Vermieter überwiesen werden und die Mitarbeiterinnen leben mit den Kindern von der Hand in den Mund.

Jeden Monat entstehen im Waisenhaus etwa 2.500,-€ Kosten, das beinhaltet Schulgebühren und – materialien, Essen und Trinken, Miete, Strom und Nebenkosten sowie die Gehälter für die drei Frauen, sowie die medizinische Versorgung. Weniger als die Hälfte der entstehenden Kosten werden regelmäßig gespendet, der Rest sammelt sich auf einem Schuldenberg an.

Wir waren froh, dass wir Kleiderspenden, die Cornelia Brenner in Deutschland sammelte und Geldspenden, die Jonas Kampfhenkel von privaten Spendern bekam, dort in gute Hände übergeben konnten.

Uns hat der Besuch wirklich sehr berührt. Die Unterschiede zu Deutschland sind gigantisch, die Standards ganz andere, doch die Kinder sind ausreichend versorgt.

In Deutschland werden wir auf jeden Fall versuchen Spenden für das Waisenhaus zu sammeln. Wer uns unterstützen möchte, darf sich gerne bei mir melden.

Natürlich geht auch eine direkte Spende über die Homepage der SHE-Nepal Organisation (www.shenepal.org.np).

Junglesafari im Chitwan-Nationalpark

(31.05. – 02-06.2019) Oh, was für eine schöne Erfahrung! Nach einer langen Busfahrt von Pokhara nach Chitwan haben wir in einer richtig noblen Unterkunft ein all-inclusive-Programm gebucht: Kanufahrt, Birdwatching, Junglewalk, Jeepsafari, Besuch der Elefantenstation und der Krokodilaufzuchtstelle und eine „kulturelle Tanzveranstaltung :)“!

Wir haben Nashörner, Krokodile, enorm viele Vögel, Affen, Wildschweine, unterschiedliche Rehe und noch viele Insekten gesehen. Leider hat kein Tiger unseren Weg gekreuzt, doch alles in allem waren es wirklich sehr schöne und heiße Tage in Chitwan.

10 Tage Pokhara

So, nun haben wir mal wieder ein bisschen Zeit, um unseren Blog zu aktualisieren!

Wir waren die letzten 10 Tage in Pokhara, einem wirklich wunderschönen Ort westlich von Kathmandu. Am ersten Tag haben wir gleich einen Ausflug zur Weltfriedenspagoda gemacht. Wir sind mit einem Boot über den See gefahren und mussten dann ziemlich viele Treppenstufen aufsteigen.

Bei einem 3-tägigen Trek haben wir unsere Kräfte noch weiter ausgeschöpft: mit Rucksack und Zelt haben wir an zwei Tagen über 1200 Höhenmeter zurückgelegt und die Nächte in kleinen Homestays verbracht. Geplant war eine Route bergab, doch irgendwie haben wir den Startpunkt vertauscht und mussten dann umplanen.

Das war wirklich sehr anstrengend, nicht nur für A. sondern auch für Jan und mich. Doch es hat sich wirklich gelohnt, die schöne Natur, die Berge und die einheimischen Dorfbewohner .

Jan und Ich hatten dann auch noch jeder 2 Tage um alleine etwas zu unternehmen.

Shivapuri Nationalpark

Direkt nach dem Frühstückskaffee begann der schwere Anstieg zum Shivapuri Nationalpark, den A. die letzten Tage geplant hatte. Schon wieder glaubten wir den Leuten und ihren Zeitangaben und aus den geplanten 20 Minuten wurden 1,5 Stunden.

Im Park wurden wir von einem Guide an verschiedene Stellen geführt. Heute war es den Tieren wohl zu heiß, denn außer Schmetterlingen und Käfern sahen wir erst einmal nichts, bis dann auf dem Abstieg eine Art Reh auf dem Weg stand.

A. hat tapfer durchgehalten und die 23.953 Schritte, die wir heute gemacht haben, mit nur wenig Blessuren überstanden (ein aufgeschürftes Knie und ein paar hundert Mückenstiche mehr zählen doch als wenig Blessuren?). Und dann auch noch die anstrengenden Perspektivengespräche mit J. und J.! Heute werden wir alle sicher gut schlafen!